Die Einsicht, dass das Leben an sich sinnlos – und gerade deswegen untragbar – ist, bleibt perspektivistisch, selbst wenn sie aus letzter Konsequenz hervorgeht, denn nicht zuletzt lässt sich der Zweifel selbst ad infinitum anzweifeln, was wiederum zu einem infiniten Regress führt, aufrechterhalten durch die aufdrängende Wertneutralität des Kosmos, die nun durch die Erscheinung des Menschen als wertsetzendes Wesen affiziert, berührt, ja durchbrochen wird: somit mag und darf Leben durchaus und berechtigterweise als etwas Untragbares empfunden werden, – und gleichwohl nicht minder im Recht sind jene, die das Leben als ein Wunder begreifen, das Staunen und Freude auslöst.